Mit dem Eisenhower-Prinzip zum perfekten Zeitmanagement?
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Das perfekte Zeitmanagement – mit dem Eisenhower-Prinzip

Zeit ist Geld. Wissen ist Macht. Und der frühe Vogel fängt den Wurm. Gut gemeinte Floskeln und Sprüche kennen wir als Studierende mehr als genug. Aber warme Worte und Wand-Tattoos helfen uns leider nicht weiter, wenn es um ein spezielles Problem geht: Das eigene Zeitmanagement. Die schönste To-do-Liste und der übersichtlichste Wochenplaner sind leider keine Hilfe, wenn wir nicht wissen, wie wir all diese Dinge am besten angehen sollen. Dagegen gibt es auch leider nichts von Ratiopharm. Aber was von Thesius: Wir zeigen Dir, wie Du Dich und Deine Zeit besser organisieren kannst – mit dem Eisenhower-Prinzip!


Prioritäten setzen – aber wie?

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Dieser Gemeinplatz ist Dir sicher bekannt. Aber wie sieht es damit bei Dir persönlich und Deinen individuellen Aufgaben aus? Damit Du Prioritäten richtig setzen kannst, musst Du Dir im ersten Schritt erst einmal darüber klar werden, welche To-dos überhaupt in welchem Zeitraum darauf warten, von Dir abgehakt zu werden. Bevor Du also versuchst, systematisch alle Aufgaben zu ordnen, sammle sie zuerst alle: Dafür eignen sich Brainstorming und eine Mind-Map. Wenn Du Dir einen groben Überblick darüber verschafft hast, was in nächster Zeit für Dich ansteht, kann es ins Detail gehen.


Wichtig vs. dringend – was ist was?

Im Zentrum des Eisenhower-Prinzips steht die grundlegende Einteilung von Aufgaben in zwei Kategorien. Es wird unterschieden, ob Aufgaben „wichtig“ oder „dringend“ sind. Klingt logisch und nachvollziehbar: Aber woher weiß ich, was wichtig und was dringend ist? Die beiden Begriffe muten zunächst recht synonym an und werden in manchen Nachschlagewerken so aufgeführt: Sind sie aber nicht! Das DWDS definiert die genaue Wortbedeutung folgendermaßen: 


DRINGEND= Dinge, die sich Dir aufdrängen und eilig sind 

WICHTIG = Dinge, die richtungsweisend, wesentlich und nicht nebensächlich sind


Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist demnach ein Faktor: Zeit! Dringende Aufgaben zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ihren Sinn verlieren und deshalb bis zu dieser Deadline bearbeitet werden müssen. Wichtige Aufgaben sind mit Blick auf ein zu verfolgendes Langzeit-Ziel ausschlaggebend, pressieren aber zeitlich nicht. 

Hierzu ein Beispiel: 

Nach meinem Studium möchte ich nach Japan auswandern, um dort zu arbeiten und zu leben. Es ist wichtig, dass ich dafür die japanische Sprache erlerne. Allerdings muss ich dringend mein Anmeldeformular für den Japanisch-Kurs abgeben, denn die Anmeldefrist endet am 15. Dezember. 

Mithilfe dieser beiden Kategorien lassen sich also vier Prioritätsstufen für Aufgaben festlegen:

  1. wichtig und dringend
  2. unwichtig, aber dringend
  3. wichtig, aber nicht dringend
  4. weder wichtig noch dringend


Thesius-Grafik: Eisenhower-Prinzip | wichtig vs. dringend


Einteilung geschafft – und jetzt?

Du hast Dir einen Überblick über Deine Aufgaben verschafft und sie gemäß der Eisenhower-Methode kategorisiert. Jetzt steht die große Frage im Raum: Womit fängst Du an? Zuerst widmest Du Dich den Aufgaben, die Du als „wichtig und dringend“ eingeordnet hast. Hilfreich, um Doch konzentriert auf Aufgaben fokussieren zu können, ist die sogenannte Pomodoro-Technik.

Vielleicht steigt Dein Stresslevel, wenn Du jetzt siehst, wie viele Aufgaben Du vor Dir hast. Deshalb ein wertvoller Tipp: Aufgaben aus der Rubrik „unwichtig, aber dringend“, kannst Du häufig auch delegieren, also jemanden bitten, Dir zu helfen oder diese Aufgabe zu übernehmen. Nicht alles, was prinzipiell erledigt werden muss, muss explizit von Dir erledigt werden! Optimales Selbst- und Zeitmanagement bedeutet eben auch mit den eigenen Ressourcen – Zeit und Energie – gut zu haushalten und Hilfe anderer zuzulassen und anzunehmen.

Dinge, die „wichtig, aber nicht dringend“ sind, kannst Du meist erstmal hintenanstellen. Du solltest sie nur nicht aus den Augen verlieren und Dich zu gegebener Zeit wieder daran erinnern, dass es noch etwas zu erledigen gibt. Um Dich nicht zu verzetteln, kann Dir ein Bullet Journal helfen. 

Kommen wir nun zu besten Rubrik: „weder wichtig noch dringend“. Diese doppelte Verneinung sagt Dir genau eins: Weg damit! Jedenfalls von Deiner Prioritätenliste. Dokumente, mit denen Du aktiv nichts mehr tun musst, kannst Du auf dem sogenannten Komposthaufen auf Deinem Schreibtisch oder, noch besser, in einem Ablagefach sammeln und von Zeit zu Zeit diesen Papierstapel korrekt abheften. Hierbei kann es sich um alte Lernzettel oder Referats-Handouts aus vergangenen Semestern handeln. Komplett davon trennen solltest Du Dich noch nicht, aber Du kannst diese Dokumente guten Gewissens, zum Beispiel in beschrifteten Aktenordner, archivieren. Aus den Augen, aus dem Sinn!


Warum heißt das eigentlich Eisenhower-Prinzip?

Jetzt bist Du inhaltlich durchgestiegen, was das Eisenhower-Prinzip anbelangt und kannst in Sachen Selbst- und Zeitmanagement voll durchstarten. Aber Moment mal… Eisenhower? Den Namen kennen wir doch, oder? Richtig: Dwight D. Eisenhower, genannt „Ike“, war der 34. Präsident der USA. Um das hier beschriebene Eisenhower-Prinzip ranken die Gerüchte, der Präsident hätte diese Methode erfunden und selbst praktiziert. Wirklich belegt werden konnte diese These allerdings nicht: Für die einprägsame Namensgebung war diese Spekulation allerdings hilfreich.


Thesius wünscht Dir viel Erfolg beim Aufgaben erledigen und begleitet Dich durch Dein gesamtes Studium – von der ersten Hausarbeit bis zur Bachelorarbeit und Masterthesis!

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