Die Gliederung für das perfekte Referat.
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Die Gliederung für ein Referat in der Uni

Ein Referat gliedern: Wie geht das am Besten? Du hast noch keinen Plan, aber Du musst die Gliederung für ein Referat in der Uni erstellen und abgeben? Deine Präsentation braucht noch Struktur im Aufbau und Du weißt nicht genau, wie Du den vielzitierten roten Faden findest? Kein Thema, Thesius zeigt Dir, wie’s geht!


Das Referatsthema finden und auf den Punkt bringen

Zuerst das Wichtigste: Frage Dich, was genau Du Deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen mit Deinem Referat vermitteln möchtest. Für die Gliederung des Referats ist eine genaue Vorstellung davon, was Du sagen willst, essentiell. Wenn Du kein Thema vorgegeben bekommen hast, besteht die Kunst eines guten Referats darin, ein komplexes Thema stringent und verständlich aufzubereiten und zu präsentieren. Im Rahmen eines Referats kannst Du das Thema meistens nicht in der Tiefe darstellen, wie Du es in einer Hausarbeit tun würdest. Denk daran, dass Deine Zuhörerschaft nicht wie in einer Hausarbeit im Satz zurückspringen und nochmal nachlesen kann, wenn sie etwas nicht verstanden hat.


Fokussiere Dich daher auf das Wesentliche und konzentriere Dich auf eine anschauliche Darstellungsweise. Eine gute Methode, um sicherzustellen, dass Deine Zuhörerinnen und Zuhörer auch etwas von Deinem Vortrag behalten können, ist es, Dir vorher die folgende Frage zu stellen: „Wenn meine Zuhörer nur einen Satz meines Vortrags behalten können, welcher wäre dies?“ Hast Du die Antwort gefunden, so weißt Du, was der Kernsatz, also die Essenz Deines Referats, ist. Dementsprechend kannst Du Deine Gliederung für ein Referat in der Uni aufbauen.


Grundlegendes zur Gliederung

Die Gliederung liefert einen Überblick über den Aufbau Deines Referats und bietet Deinen Zuhörern einen Eindruck von der Grundthematik. Durch die Darstellung Deines Aufbaus gibst Du Deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen also gewissermaßen einen Fahrplan an die Hand, damit sie sich nicht in Deinem Vortrag verirren und mental „aussteigen“. Mit einer guten Struktur wissen alle immer, wo Du gerade in Deiner Präsentation bist und können Dir, wie mit einem Navi, leicht folgen.


Die Gliederung für ein Referat in der Uni folgt dem gleichen Prinzip wie die Gliederung für eine Hausarbeit. Die drei wichtigsten Elemente: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Betrachte Dein Referat wie ein Bonbon:



Du startest mit einem breiten und interessanten Einstieg, spitzt auf Deinen Kernsatz zu und leitest anschließend zum Hauptteil über. Der Hauptteil ist Dein Kern – also Dein Bonbon. Alle wichtigen Informationen, Hintergründe und Theorien müssen in dem Teil vorkommen und anschaulich dargestellt sein. Im Schlussteil nimmst Du nochmal Deinen Kernsatz auf und fasst das Wichtigste für Deine Zuhörer zusammen. Anschließend kannst Du einen Ausblick geben oder gegebenenfalls in eine Gruppenarbeit überleiten.


Einleitung

Deine Einleitung sollte je nach Länge Deines Vortrags ungefähr 10 % bis 25 % ausmachen. Die drei wichtigsten Punkte Deiner Einleitung sind a) ein guter Einstieg, der optimal an Dein Thema heranführt, b) das Gewinnen der Aufmerksamkeit Deiner Zuhörer und c) die Vorstellung Deiner Gliederung. Am Besten überlegst Du Dir einen kreativen Einstieg, der aufhorchen lässt. Videos solltest Du zu Beginn wirklich nur dann einsetzen, wenn sie tatsächlich spannend und unterhaltsam aufbereitet sind. In Deiner Einleitung musst Du außerdem – ganz wichtig – Deine Gliederung vorstellen. Rattere also nicht einfach die Gliederungsfolie runter, sondern erkläre die Gedanken hinter Deinem Aufbau, damit Deine Zuhörerinnen und Zuhörer ihn nachvollziehen können.


Hauptteil

Im Hauptteil geht es ans Eingemachte. Auf Basis Deines Kernsatzes überlegst Du Dir die wichtigsten Informationen, Hintergründe und Theorien, die auf keinen Fall in Deiner Präsentation fehlen dürfen. Gehe sicher, dass Du auch alle wichtigen Definitionen erklärst. Neben der groben Einteilung in Einleitung, Hauptteil und Schluss bedarf der Hauptteil des Referates einer eigenen Gliederung. Je nach Thematik kannst Du unterschiedliche Methoden anwenden, um das Herzstück Deines Vortrags zu strukturieren. Gängige Gliederungsmöglichkeiten sind chronologisch, thematisch oder argumentativ aufgebaut. Überlege Dir, welche Möglichkeit am besten zu Deinem Thema passt. Vermeide in Deinem Referat auf jeden Fall zu viele Gliederungsebenen. Was bei der Hausarbeit schon etwas viel ist, kann beim Vortragen nur zu Verwirrung führen! Die Gliederung für ein Referat in der Uni muss auch im feinen Detail zu finden sein.


Schluss

Der Schlussteil sollte in etwa genauso lang sein wie Deine Einleitung, also wieder 10 % bis 25 %, je nach Länge der Präsentation. Spanne den Bogen zu Deinem Einstieg, beantworte und fasse die wichtigsten Fragen und Aspekte Deines Themas zusammen. Was immer gut kommt: Eine Folie mit dem Titel „Wrap-up“, auf der Dein Kernsatz und die wichtigsten drei Punkte zum Merken stehen. Am Schluss überlegst Du Dir je nachdem, was Deine Seminarleitung vorgegeben hat, Fragen für eine Gruppendiskussion oder leitest die Gruppenaufgabe ein. Achte auf einen guten Schlusssatz, der alle motiviert, bei Deiner Aufgabe mitzumachen.


Die Gliederung für ein Referat in der Uni: Sieben zusätzliche Tipps


  • Für besonders lange und komplexe Referate kann sich eine zweigeteilte Folie lohnen, die auf den aktuellen Punkt in der Gliederung verweist und so die Zuhörer an die Hand nimmt.

  • Wenn Du Handouts austeilen möchtest, achte darauf, dass die Gliederung der Deines Vortrags folgt.

  • Gib’ Deinen Gliederungsebenen nicht zu lange Überschriften und nimm Dir genügend Zeit, Deine Gliederungsfolie vorzustellen.

  • Erwähne während der Präsentation öfter einmal, wo Du Dich gerade in der Gliederung befindest. Bereits unaufmerksame Kommilitonen können dann leicht wieder einsteigen.

  • Frage einen fachfremden Freund nach Feedback. Dein Referat sollte – zumindest im Groben – auch für einen gebildeten Laien verständlich sein.

  • Übe auch Deine Sprechpausen. Gerade wenn Du von einem Kapitel zum nächsten übergehst, sollte eine Sprechpause verdeutlichen, dass der vorherige Part abgeschlossen ist.

  • Vergiss nicht, Dich bei Deinen Kommilitonen für ihre Aufmerksamkeit zu bedanken und Nachfragen zu beantworten. 


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