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Lebenslauf für Akademiker: Darauf solltest achten

Bewerbungen schreiben ist für jeden eine große Herausforderung. Anschreiben und Lebenslauf müssen den Leser auf den Punkt ansprechen – besonders an den Lebenslauf für Akademiker sind die Anforderungen hoch. Bei Akademikern schrauben die Unternehmen ihre Erwartungen aufgrund des Bildungsgrades meist noch weiter nach oben. Wer dann weiß, welche Daten angegeben werden sollten und welche Informationen von Akademikern erwartet werden, hat beste Chancen darauf, die erste Hürde zum ersehnten Bewerbungsgespräch entspannter nehmen zu können.  


Welche Angaben zum Bildungsweg gehören in den Lebenslauf für Akademiker? 

Personalverantwortliche sprechen dem Lebenslauf bei Bewerbungen eine sehr große Bedeutung zu. Er stellt für viele Unternehmen sozusagen das Herzstück der Bewerbung dar. Hierauf solltest Du demnach viel Zeit und Mühe verwenden, damit Du Deine Chancen auf den Traumjob deutlich erhöhst. Wichtig für Dich und Deinen Erfolg beim Schreiben des Lebenslaufs ist: Auf welchen Job bewirbst Du Dich und was möchtest Du dort erreichen? Wenn Du diese zielgerichtete Frage stets im Hinterkopf behältst und Deinen Bildungsweg im Lebenslauf ansprechend und dahingehend gestaltest, kannst du mit Deiner Bewerbung als Akademiker das Maximum herausholen. 


Was genau gehört zum Bildungsweg?

Der Lebenslauf ist grundsätzlich in mehrere Bereiche unterteilt. Einer davon ist die Rubrik „Bildung“. Hierein gehören Angaben zur Schul- und Ausbildungslaufbahn und zur Studienzeit. Grundsätzlich gilt: Je länger Dein Bildungsweg war, umso kürzer solltest Du die einzelnen Abschnitte beschreiben. Hast Du zum Beispiel bereits Berufserfahrungen sammeln können, gibst Du diese natürlich an. Hinsichtlich des Bildungsabschlusses reicht dann meist bereits der höchste Schul- und Studienabschluss. 


Welche Darstellung ist die richtige?

Ob Du Deinen Lebenslauf oder das Anschreiben zur Bewerbung vorbereitest – generell solltest Du ein modernes und übersichtliches Layout wählen. Die Gestaltung und Formatierung sollte durchgehend einheitlich sein. Rechtschreibfehler sind selbstverständlich nicht erlaubt. Der Umfang sollte, je nach Berufserfahrung, auf keinen Fall mehr als zwei DIN-A4-Seiten betragen. Ausnahmen sind Bewerbungen auf wissenschaftliche Stellen an Hochschulen. Universitäten oder Forschungseinrichtungen – hier steht Dir für Deinen Lebenslauf mehr Platz zur Verfügung. 

Die Präsentation der Angaben erfolgt heutzutage meist nach amerikanischem Vorbild. Das bedeutet, dass Du Deine Angaben in umgekehrt chronologischer Reihenfolge darstellst. Der aktuellste Abschluss erscheint somit zu Beginn. Der Vorteil bei dieser Auflistungsweise ist, dass die Leser gleich am Anfang Deinen höchsten Bildungsabschluss und die aktuelle Berufserfahrung erkennen können.  

Die einzelnen Abschnitte des Bildungsweges sind nach einem klassischen Schema aufgeteilt in Zeitraum, Funktion, Arbeitgeber und Ort. Und wie gesagt: Je länger der Bildungsweg, umso kürzer stellst Du die Details dar. 


Der erste Eindruck zählt beim Lebenslauf für Akademiker

Wichtig ist, dass der erste Eindruck bereits positiv ist. Beim Inhalt musst Du am besten bereits mit den ersten zwei Zeilen überzeugen und das Interesse bei den Verantwortlichen wecken. Schließlich sollen die Leser Deinen Lebenslauf wahrnehmen, wirklich lesen und Dich schließlich zum Bewerbungsgespräch einladen. Wie das geht? Formuliere bereits an dieser Stelle deine Ziele für genau diesen Job. Damit erreichst Du, dass diese das erste sind, was die Verantwortlichen von dir lesen. Das zeugt von wirklichem Interesse und lässt ein zielstrebiges Bild von Dir entstehen. 

Als akademischer Bewerber wird von Dir zudem eine gute inhaltliche Struktur im Lebenslauf und natürlich auch im Rest der Bewerbung verlangt. Diese hilft Dir auch dabei, die wichtigsten Daten hervorzuheben und somit an alle wegweisenden Aspekte zu denken. Eine Möglichkeit ist es, den Lebenslauf thematisch zu ordnen. Dabei könntest Du zum Beispiel Forschungsthemen, an denen Du bereits gearbeitet hast, den einzelnen Stationen Deines Werdeganges zuordnen. 


Inhaltlich überzeugen 

Neben bestimmten Forschungsthemen kannst Du zudem Arbeitsschwerpunkte vorstellen. Auch kurze Hinweise auf Publikationen, Vorträge oder Lehrerfahrung machen sich je nach Stellenausschreibung gut im Lebenslauf für Akademiker. Indem Du diese Informationen in die einzelnen Themenbereiche einordnest, gestaltest Du deinen Bildungsweg im Lebenslauf interessant und aussagekräftig. Folgende Inhalte gehören grundsätzlich in jeden Lebenslauf:

  • persönliche Angaben, wie Adresse und Kontaktdaten,
  • ein professionelles und aktuelles Bewerbungsfoto,
  • manchmal auch hilfreich: zusätzliche freiwillige Auskünfte wie Familienstand oder Religion,
  • Stationen des beruflichen Werdeganges mit Fokus auf jobrelevante Informationen und akademische Erfolge,
  • Ausbildungsstationen ab dem Abitur mit Angaben zu Zeitraum, Abschlussarbeit und Note, 
  • Fort- und Weiterbildungen oder auch Angaben zu Konferenzen oder Tagungen,
  • Praktika und Ehrenämter jeweils nur angeben, wenn sie für den Arbeitgeber von Bedeutung sein können,
  • Nebenjobs im Studium zeugen von Eigeninitiative wenn sie jobrelevant sind,
  • Referenzen – auch nur, wenn sie Relevanz für die Stelle haben.


Die persönliche Note einbringen

Neben den vielfältigen fachlichen Qualifikationen sind auch Akademiker „nur“ Menschen. Daher sollte auch im Lebenslauf für Akademiker die persönliche Note nicht zu kurz kommen. Eine übersichtliche und knappe Kurzbeschreibung lässt die Verantwortlichen bereits einiges von Dir erkennen. Auch Angaben zu Ehrenämtern oder Hobbys geben bereits etwas von Deiner Persönlichkeit preis. Doch Vorsicht ist bei der Angabe von Hobbys dennoch geboten. Die Liste sollte an dieser Stelle nicht zu lang sein, da viele Freizeitaktivitäten meist nichts mit dem Job zu tun haben und die Leser somit nicht interessieren.  


Die berühmte Lücke im Lebenslauf

Zur Beruhigung schon einmal vorweg: So gut wie kein Bildungsweg oder beruflicher Werdegang ist lückenlos – auch nicht der von Akademikern. Gerade hier sind Studienwechsel oder Auslandsaufenthalte während des Studiums keine Seltenheit. Für jede Auszeit oder Lücke gibt es meist gute Gründe. Und bis zu einem Zeitraum von drei Monaten müssen Dir fehlende Angaben oder Nachweise auch noch kein Kopfzerbrechen bereiten. Ab dieser Zeitspanne ist allerdings bei der Erklärung Ehrlichkeit gefragt.   


Fazit

Akademiker haben grundsätzlich aufgrund ihrer Ausbildung gute Karten. Sie sind in vielen Bereichen sehr gefragt und haben oftmals eine gute Auswahl zwischen den verschiedenen Stellenausschreibungen. Im Hinblick auf Bewerbungen wird allerdings einiges von ihnen gefordert: Oftmals werden spezielle Stellenprofile in Fachbereichen ausgeschrieben, auf die dann der jeweilige Bildungsweg im Lebenslauf so passgenau wie möglich sein muss. Hier ist dann besonderes Feingefühl gefragt. Doch wenn Du Deine Angaben im Lebenslauf für Akademiker so gezielt wie möglich auf die ausgeschriebene Stelle ausrichtest, steht einer Einladung zum Vorstellungsgespräch so gut wie nichts mehr im Weg. 


Thesius wünscht Dir viel Erfolg und begleitet Dich durch Dein gesamtes Studium – von der ersten Hausarbeit bis zur Bachelorarbeit und Masterthesis!


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